NACKTE WILDSCHWEINE


Wer mein Buch Ein Haus für viele Sommer gelesen hat, weiß um den Kampf, den ich mir in meinem kleinen Olivenhain in Italien mit den Wildschweinen liefere, Jahr für Jahr. Manchmal dringen sie trotz Umzäunung auf das Gelände vor, durchwühlen es und zerstören die schönen alten Trockenmauern, die wir mit viel Arbeit wiedererrichtet haben. Bisweilen kommen auch die Ziegen des Nachbarn, fressen alles kahl und müssen von ihrem Besitzer abgeholt werden.

Heuer haben uns Kippleibameisen namens Crematogaster scutellaris größte Schwierigkeiten gemacht. In Deutschland gibt es die eigentlich nicht. Sie haben rote Köpfe, bei Gefahr kippen sie ihren Hinterleib nach vorne und sondern ein höchst schmerzhaft brennendes Abwehrsekret ab. Droht keine Gefahr, bauen sie ihre Wohnungen in totem Holz und haben dabei versucht, die Holzpfähle unseres Tores aufzufressen und einen Holzschuppen auch. Damit macht man sich natürlich keine Freunde.
Die Feuchtigkeit dieses Jahres und die oft wechselnden Temperaturen haben anscheinend einige Schädlinge sehr begünstigt, auch die Olivenfliege. Sie legt ihre Eier in reifende Oliven, die Made frisst diese dann. Im ganzen Dorf wüteten die Tiere, die Olivenernte fällt bei vielen Bekannten flach. Bei uns auch. Ich will es zur Abwehr mal mit Schlupfwespen versuchen. Die legen ihre Eier wiederum in die Maden der Olivenfliege. Also: In der Made der Olivenfliege sitzt die Schlupfwespen-Made und verzehrt die Olivenfliege-Made, die eigentlich die Oliven verspeisen wollte. Im Grunde eine Art Matrjoschka-Puppe, bei der sich die Puppen von innen nach außen durchbeißen.
Was sich die Natur so einfallen lässt!

Eines Morgens im September begegnete ich unter den Oliven drei Hausschweinen, einem Eber und zwei jungen Kerlen. Sie fraßen Gras, wogegen nichts zu sagen ist, aber ich wollte sie dennoch wieder loswerden. Anfangs traute ich meinen Augen nicht, ich sehe hier ja nur Wildschweine und dachte, die drei sähen eigentlich aus wie solche, nur ohne ihr Kostüm. Also nackte Wildschweine. Ich bewarf sie mit Steinen, aber das brachte sie nicht im Geringsten aus der Ruhe. Der Nachbar (der mit den Ziegen) holte sie dann ab und trieb sie heim.
­FREUDE



Gerade war mein neues Buch bei uns in der Post, nun liegt es schon in den Buchgeschäften. Zur Feier des Tages gibt es hier noch ein zweites Kapitel aus Wie fühlst du dich? Über unser Innenleben in Zeiten wie diesen zu lesen, exklusiv vorab für die Leserinnen und Leser des Briefes aus dem Büro. Es trägt die Überschrift Freude.

Nebenbei gesagt: Auf Instagram und Facebook zeige zurzeit immer wieder kleine Videos, in denen ich über Gefühle spreche, also das Thema meines Buches. Wenn Sie Lust haben, schauen Sie es mal an. Sonst natürlich nicht.

Und nun: Freude! (Auch weil das Buch gerade eben erschienen ist.)

Eine niederländische Zeitschrift plant ein spezielles Heft über Freude und fragt mich, welche Vorschläge ich für die Leserinnen hätte. Wie könnten sie mehr Freude in ihr Leben bringen? Was tun Sie, fragt mich die Zeitschrift, um ein freudigeres Leben zu haben?Ich mache eine Liste: Was hat mir, wenn ich auf die vergangenen Monate zurückblicke, Freude bereitet? Fangen wir so an, da ich gerade in Italien bin: Gestern Abend saß ich – die Saison hat noch nicht begonnen, und im Dorf ist nur eine einzige Osteria geöffnet – mit meiner Frau an einem Tisch direkt neben dem Pizzabäcker. Ich aß einen Teller Tagliatelle mit Steinpilzen, und wir tranken eine Flasche Rosé, alles nichts Besonderes, aber ich freute mich, dass es das in meinem Leben gibt: hier zu sitzen und zu essen, ein paar Stammgäste drum herum, dazu der Vater des Wirtes, der immer hier sitzt, an fast 365 Tagen des Jahres, sich am Nachbartisch eine Orange schälend. Der Wirt selbst knetet Pizzateig mit seinem Helfer, wir unterhalten uns, er ist ein netter Kerl. Die Wirtin, eine stets mürrische Frau, steht vorne an der Kasse, ich habe gelernt, ihre Unfreundlichkeit nicht persönlich zu nehmen. Die Leute hier im Dorf stammen von Bergarbeitern ab. Sie sind nicht von Haus aus auf gute Laune gepolt.
Freude. Der ganze Abend war eine Freude.
Ich dachte, dass ich im Herbst auf der Piazza mit meiner Enkelin gespielt hatte, auf demselben Platz, auf dem ich 35 Jahre zuvor schon mit ihrem Vater, meinem Sohn, gespielt hatte und auf dem meine Frau schon als kleines Kind mit Kindern aus dem Dorf spielte. Dass es das also gibt, so etwas wie Kontinuität, Linien über lange Zeit hinweg, Fäden, die Jahrzehnte verbinden. Dass ich es überhaupt geschafft habe: den Weg aus meiner Heimat heraus in eine Welt, die besser zu mir passt und zu der ich besser passe. Dass es möglich ist, solche Wege zu gehen. Es freut mich.
Morgens waren meine Frau und ich zusammen aufgewacht, wir hatten uns umarmt und noch eine Weile dagelegen. Dann hatte ich Kaffee gemacht, und wir hatten ihn zusammen im Bett getrunken und über etwas geredet, das uns wichtig war, bevor ich mich an den Tisch gesetzt und zu arbeiten begonnen hatte – bitte, was ist das für eine Freude, dass man so etwas hat: eine Frau wie sie, solche Gespräche, so eine Arbeit!
Und weiter: die Ameisen, die über eine alte Wäscheleine zwischen zwei Bäumen in meinem Garten hier in Italien wandern, winzige, unablässig geschäftige Tiere, denen ich stundenlang zuschauen kann, wie sie aus der Erde kommen und sich wieder in sie hinein begeben, lockere Haufen aufwerfend, die man mit einem Fußtritt zerstören kann (was ich aus Respekt nicht tue) und die sie dann wieder rekonstruieren werden.
Ich freue mich darüber, dass ich staunen kann. Man kann das üben, kann seinen Blick lenken, sich öffnen für das Übersehene. Man sollte das tun, weil es das Leben verändert, Interesse statt Langeweile erzeugt und Neuigkeit statt Ödnis ins Leben bringt.
Weil es Freude macht.
Je länger ich mich mit dieser Liste beschäftige, desto umfangreicher wird sie. Ich höre gar nicht auf, Dinge zu notieren, die mir eine Freude waren. Ich wusste nicht, dass ich mich so oft freue. Ich hatte das übersehen.
Cy Twomblys gewaltiger Bilderzyklus über die Seeschlacht von Lepanto im Münchener Brandhorst-Museum, den ich regelmäßig betrachte, weil er zeigt, wie Malerei die Welt in Gefühl verwandelt und wie uns die Welt dann auf dem Weg über dieses Gefühl neu berührt.Die Romane des Amerikaners Kent Haruf, die ich vor einiger Zeit entdeckte und einen nach dem anderen verschlang, weil sie mir ein anderes Amerika zeigten, als wir es zurzeit sehen, ein Land des Zusammenhalts.
Das Rauschen des toskanischen Regens auf dem Dach meines kleinen Büros in Italien. Und weiter: dass ich von meiner Wohnung in München aus mit dem Fahrrad abends in die Oper, das Residenz- und Volkstheater, die Kammerspiele, die Isarphilharmonie radeln kann. Dass Schönheit selbstverständlicher Bestandteil meines Lebens ist, weil ich in München, einer schönen Stadt, lebe und in Bayern in einer schönen Landschaft.
Gabriele von Arnim schreibt in ihrem Buch Der Trost der Schönheit, »dass Schönheit den Möglichkeitssinn schärft, Luftbilder zaubert, die erzählen von Schlupflöchern und Chancen der Flucht aus gewohnten Strukturen«. Das gefällt mir – und ich mag auch, wie sie dann schreibt: »Freude und Schönheit sind subversiv.« Lebensfreude mache die Menschen »spontan, also unberechenbar«, hat die Nobelpreisträgerin Herta Müller gesagt. Das erklärt, warum Diktatoren und Rachepräsidenten Freude und auch Schönheit stets aus dem Leben aller zu tilgen versuchen, ja, sogar aus ihrem eigenen. Ihre Paläste sind Architektur gewordene Angst, ihr Lachen das Feixen von Siegern, die ihr hässliches Ende ahnen, ihre Herrschaft der Versuch, Freude und Schönheit unter Steinen zu begraben.
Was rede ich? Es ging um Freude. Dem Magazin in Amsterdam habe ich geschrieben, wer wissen wolle, wie er zu mehr Freude gelange, solle eine Liste machen wie ich.
Noch ein Tipp. Wissen Sie, was große Freude macht?
Begeisterung.
Seit einer Weile habe ich auf meinem Nachtschränkchen Michael Köhlmeiers Buch Das Schöne. 59 Begeisterungen liegen. Ich lese immer wieder darin. Köhlmeier schreibt klug über Dinge, Themen, Leute, die er großartig findet, Richard Fords Erzählung Optimisten zum Beispiel, Lehrgänge auf Youtube (Wie schleife ich meine Messer richtig? Wie baut man eine Gitarre?), über den Augenblick. Es ist ansteckend. Wenn man sich nicht für das Gleiche wie Köhlmeier begeistern kann, will man es für etwas anderes tun.
Man will dieses Gefühl. Man will sich begeistern. Finden Sie etwas, das Sie begeistert, bitte!

Übrigens ist gerade in der aktuellen ZEIT ein großer Aufsatz von mir über die Frage Wohin mit den dunklen Gefühlen? erschienen. Auch darüber, was mich persönlich angeht: große Freude! 
­DIE BUSTASCHE



Leserin D. schreibt aus Hamburg: „Wer mit offenen Augen, weitem Herz und geschult durch die Lektüre Ihrer wunderbaren Kolumnen durchs Leben geht, findet immer wieder Erstaunliches in der deutschen Sprache. Die freie Bustasche steht in Hamburg am ZOB, auch so ein schönes Kürzel, ‚Zentraler Bus Bahnhof‘, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, Busbahnhof, ja was denn nun?“
Bahnbushof? Bahnhofbus?

Aber die Bustasche, es ist doch zu und zu schön! 
­LULU



Kürzlich schrieb ich in meiner Kolumne etwas über das Modewort Delulu, einen Text, indem ich mich am Ende voller Freude in der Kindersprache unserer Zeit verirrte. Dann bekam ich Post von Leserin D.
Fassungslos und freudig überrascht las ich heute früh Ihre Kolumne, die tatsächlich „Lulu“ gewidmet war, wenn auch in kritischer Absicht. Ich kann Sie trösten: der Gebrauch von „Lulu“ muss auch langfristig keine Nebenwirkungen haben.

Ich spreche seit mehr als dreißig Jahren Lulu.
Das Einfache am Erlernen dieser Sprache ist, dass es nur ein Wort gibt. Das Bedauerliche, dass nur drei Menschen diese Sprache beherrschen.
Und das kam so: In einer Werbeagentur auf der Schwäbischen Alb arbeiteten wir in einem Dreier-Team. Meine Kollegin und ich gaben uns einmal wieder einer unserer Lieblingsbeschäftigungen, dem Grimassieren hin, als wir von unserem Kollegen eine Rüge bekamen. Das sei alles überhaupt nicht witzig, es gäbe Parallelen zu armen Menschen, die aufgrund einer Behinderung gezwungen seien, immer so auszusehen. Oft würden tragische Schicksale dahinter stecken, es könne jeden ereilen. Er selbst habe als Zivildienstleistender einen hochintelligenten Professor betreut, der nach einem Unfall nur noch in der Lage war, seine Kommunikationsmöglichkeiten auf ein Wort zu beschränken, nämlich „Lulu“!
Das ist natürlich eine erschütternde Geschichte, wenngleich sie in unserem Fall zur Folge hatte, die Möglichkeiten dieser Kommunikationsform grenzenlos auszutesten. Fortan hieß schlicht und ergreifend alles „Lulu“. Feinheiten ergaben sich aus der Miene, die dabei aufgesetzt wurde oder einem begleitenden Handlungsablauf.
Also: „Lulu!“ mit eiligem Aufstehen, entschlossenem Gesichtsausdruck, Verlassen des Platzes hieß: „Ich gehe mal auf die Toilette“. „Lulu“ freudig ausgerufen mit emporgerissenen Armen bedeutete: „Dieser Entwurf ist mir gut gelungen!“. Beim Telefonieren gab es gewisse Schwierigkeiten, vor allem bei Kundenkontakt war der Gebrauch von Lulu unerwünscht.
Das knappe „Lulu“ brannte sich für immer ins Gedächtnis. Es ist Teil unseres Lebens, animiert uns zu künstlerischer Reduktion und Bescheidenheit. Noch immer tauschen wir uns entsprechend aus. Es heißt niemals „Alles Gute zum Geburtstag“, sondern einfach „Lulu“. Wichtig ist, dass bei entsprechender Mail oder Anruf das Datum stimmt.

­HEITERKEIT ALS TASCHENBUCH



Mein Buch Über die Heiterkeit in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wichtig uns der Ernst des Lebens sein sollte war ja erfreulicherweise ein Riesenerfolg und schaffte es bis auf Platz 1 der Bestsellerliste. Nun ist das Taschenbuch erschienen, mit schönem gelben Farbschnitt (aber nur in der ersten Auflage, so etwas ist zurzeit in der Buchgestaltung der Hit) und zum Preis von 14 Euro. Das Hardcover gibt es natürlich weiterhin.  ­GOTT IM THEATERAm 11. September hatte zu meiner großen Freude Die Tage, die ich mit Gott verbrachte in der Bearbeitung von Robert Koall im Frankfurter Stalburg-Theater Premiere, mit Christoph Maasch und Hans Richter in den beiden Rollen als Gott und Erzähler und unter der Regie von Rainer Ewerrien. Es hat schon einige Vorstellungen gegeben, im Oktober gibt es weitere, am 3. und 4. zum Beispiel und am 24. und 25. Hier geht es zur Website des Theaters. 

­DIE LESUNGEN

Einige Termine der Lesungen im Winter sind schon mehr oder weniger ausverkauft, der in Gröbenzell ganz und gar. Am 28. Dezember gibt es, weil für den Termin abends die meisten Karten schon weg sind, nun einen Zusatztermin am Nachmittag, so dass hier an einem Tag zwei Lesungen stattfinden, eine um 16 und eine weitere um 20 Uhr.

Und etwas Besonderes ist auch neu.

Am 27. November mache ich bei einer Advents-Benefizlesung zugunsten des Vereins Zeltschule mit. Den unterstütze ich schon seit einer Weile immer wieder gerne, weil ich seine Arbeit so sinnvoll finde. Er baut Schulen für geflüchtete Kinder in Syrien und im Libanon, schützt sie so vor Kinderarbeit und schafft eine Zukunft durch Bildung. Das ist aktive Friedensarbeit und unmittelbare Bekämpfung von Fluchtursachen. Mit von der Partie: Michaela May, Hannes Jaenicke, Maximilian Grill, der Münchner Knabenchor und das Polizeiorchester Bayern. Karten gibt es hier.


2025

01.11. Erfurt, Theater02.11. Stuttgart, Theaterhaus
03.11. Bochum, Schauspielhaus
04.11. Oldenburg, Kulturetage
15.11. Gröbenzell, Stockwerk
16.11. Bielefeld, Stadttheater
21.11. Halle, Franckesche Stiftungen (in der Reihe Persönlichkeiten im Gespräch)
22.11. Leipzig, Kupfersaal 
23.11. Dresden, Schauspielhaus27.11. München, Benefizabend Zeltschule e.V.

07.12. Berlin, Schlosspark Theater
08.12. Berlin, Schlosspark Theater
28.12. München, Volkstheater (zwei Termine: 16 und 20 Uhr)29.12. Regensburg, Theater am Bismarckplatz

2026

02.01. Augsburg, Parktheater03.01. München, Leo17
05.01. Köln, Gloria
06.01. Köln, Gloria07.01. Düsseldorf, Schauspielhaus08.01. Darmstadt, Staatstheater16.01. Fürth, Stadttheater

03.02. Mainz, Frankfurter Hof
04.02. Hamburg, Schauspielhaus
05.02. Hannover, Pavillon
23.02. Heilbronn, Theater
26.02. Bayreuth, Zentrum 

Noch mehr und detaillierte Informationen auf meiner Internetseite.
­MEIN BUCH DES MONATS SEPTEMBER

Für Wie fühlst du dich? habe ich stapelweise Literatur durchgearbeitet, eine entsprechende Liste findet sich am Ende des Buches. Wenn ich eines davon herausgreifen sollte (und das tue ich hiermit), dann würde ich Jeannette Fischers Hass nehmen, das Porträt und die Analyse eines der dunklen Gefühle, die leider gerade unsere Zeit prägen.

Fischer ist eine Schweizer Psychoanalytikerin, die unter anderem auch einen sehr lesenswerten Gesprächsband mit der ihr befreundeten Künstlerin Marina Abramović veröffentlicht hat. Hier aber geht es um die inneren Antriebe, die zum Hass auf andere führen, die Ursprünge im Selbsthass vor allem. Und darum, dass man Hass nicht beseitigt, indem man ihn verurteilt und, nun ja, eben auch hasst. Sondern indem man ihn in sich selbst sucht und der Frage nachgeht, wie er entsteht und sich entwickelt.
Das Werk einer erfahrenen Analytikerin, brillant in den Gedankengängen und sehr gut zu lesen.
Jeannette Fischer, Hass. Selbstporträt im Gastgarten. Klostermann/Nexus, 22,80 Euro.
­THE END



Leser K. aus Tübingen hat dieses Foto gemacht und schrieb mir nach Lektüre des August-Briefes, in dem Hinweisschilder am selben Ort auf Friedhof und Kompostieranlage hinwiesen:

Das Verkehrsschild in Ihrem heutigen Brief aus dem Büro hat mich an ein Schild erinnert, dass ich vor einer Weile von Jahren fotografiert habe. Es gab in Bisingen (Zollernalbkreis) ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof im Elsass. Ölschiefer sollte in Bisingen gewonnen werden. Nazi-Fracking, wenn man so will. Das Schild zeigt für mich ein hohes Maß an Pietätlosigkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit, und es wirkt so deutsch auf mich. Wenn man dieses Schild sieht und dann die Tagebücher von Klemperer liest, dann wird einem ganz anders.

Recht hat er. Was für lederne Gemüter sind nur manchmal am Werk?
­WAS SONST NOCH ZU SAGEN WÄREFür die Korrektur des Textes danke ich herzlich Ruth Keen. Ich freue mich, dass mir Dirk Schmidt mal wieder eine Illustration zur Verfügung gestellt hat. Und großen Dank, wie immer, an Michael Ruhe für das Aufsetzen und Vorbereiten aller für den Versand des Briefs aus dem Büro notwendigen Dinge. Ihn findet man unter www.ruhe-bitte.com.