IST HEUTE DER 23.02.2024?![]() Leser S., der mich aus Münster immer mit schönen Ideen versorgt, schrieb, sein Bruder in Ennepetal habe eine Wahlbenachrichtigung für den 23.2.24 bekommen, wie ungefähr 22.000 Mitbürgerinnen und Mitbürger auch. Aber was wären die Folgen seiner Wahl im Jahr 2024? Mich veranlasste das zu einer Kolumne, die am Freitag erschienen ist, es ging um Zeitreisen. Denn eine solche wäre es ja, würde man heute an diesem Datum wählen, nicht wahr? ![]() Glücklicherweise teilte dann das nordrhein-westfälische Innenministerium mit, man könne auch mit dieser Mitteilung HEUTE wählen, „nach diesseitiger Auffassung“ bestehe da kein Hindernis. Und jenseitige Auffassungen müssen uns alle ja noch nicht beschäftigen. Falls übrigens doch, können wir unbesorgt sein: In Bayerisch Gmain hat Leserin H. dieses schöne Schild entdeckt, sehr diesseitig und doch schon aufs Jenseits verweisend. Platz ist im Moment genug. ![]() |
| ZWIEBEL RUFT AN Die Korrespondenz mit Leserinnen und Lesern nimmt einen erheblichen Teil meiner Arbeitszeit ein. Ich mache das gerne, aus verschiedenen Gründen. Erstens wären einige meiner Bücher ohne Leserpost überhaupt nicht entstanden. Die drei Bände über Wumbaba mit den vielen Verhörern hätte ich nicht schreiben können, wenn mir nicht Tausende von Menschen geschrieben hätten, welche Lieder sie im Leben schon missverstanden hatten. Oberst von Huhn bittet zu Tisch basiert auf den so lustig wie falsch übersetzten Speisekarten, die ich bis heute nahezu jeden Tag bekomme. (Ein Klassiker ist das berühmte Nebengericht onion rings, das auf einer solchen Menüliste so korrekt wie trotzdem daneben mit Zwiebel ruft an übersetzt wurde.) Und Im Bann des Eichelhechts wird ein ganzes Land beschrieben, das nur aus falscher Sprache besteht, eine Idee, die wiederum auf meinem Buch Wortstoffhof basiert. Den Wortstoffhof habe ich vor Jahrzehnten eingerichtet, für die Leser meiner Kolumne, die dort Sprach- und Schreibfehler sowie sonstigen Sprachmüll abliefern konnten. Was sie bis heute fleißig tun. Vor ein paar Tagen entdeckte ich beim Herumkramen eine Kolumne aus dem Jahr 2017, in der es um das seltsame Phänomen der Schweinereihen geht, die man immer wieder im Internet entdecken kann, meistens dort, wo Bürgerinnen und Bürger sich so sehr aufregen, dass sie keine Zeit und Energie mehr haben, sich mit Orthographie zu beschäftigen und das Wort Schweinereien richtig zu schreiben. Auszug: Wer sich für die Wutvorräte unserer Gesellschaft interessiert, tut gut daran, einen Blick in die Kommentarspalten verschiedenster Internetseiten zu werfen. Auf einem solchen Streifzug geriet ich auf eine Website, wo sich einige Leute mit Sinn und Unsinn des Erwerbs von Silber in diesen Zeiten beschäftigten. Natürlich waren wieder die Politiker an irgendetwas schuld – an was? Habe ich vergessen. Ein Diskutant schrieb: »Wer weiß auf welche Schweinereihen unsere Politiker noch kommen.« Wenig später las ich auf Spiegel online einen Kommentar, in dem jemand konstatierte, es seien »wieder einige geheime Schweinereihen in die Öffentlichkeit geraten«. Auch auf Motor-Talk, einem Forum für Autoenthusiasten, ist von Schweinereihen die Rede, es ging um Autoteile, die nicht gut funktionierten. Selbst auf der Website der Stadt Kelsterbach wird der Erziehungsberater Jan Uwe Rogge zitiert, der vom »Land der Schweinereihen und Verbote« gesprochen habe. Ist es nicht seltsam, dass Menschen so oft wütend sind über Schweinereihen? Aber wieder zur Leserpost, die mir aus einem zweiten Grund viel bedeutet. Leserinnen und Leser sind für einen Autor, der in seinem Büro vor sich hin schreibt, in der Regel weit weg. Man arbeitet auch weniger für sie als vielmehr für sich selbst. Die Arbeit soll Freude machen und von Sinn erfüllt sein, man möchte gerne am Schreibtisch sitzen, darum geht es. Die Leserpost aber erinnert mich daran, dass jedes einzelne Buch bei jeweils einzelnen Menschen ankommt, die von den Gedanken darin angeregt werden, sie weiterdenken, bessere Einfälle als der Autor haben, und in diesem Fall von meinen Büchern und Kolumnen – was mich besonders freut – manchmal jahrzehntelang begleitet werden. Daraus entsteht eine Beziehung, die manchmal sehr persönlich wird. Nachdem Über die Heiterkeit … erschienen war, bekam ich viel Post von Menschen, die schrieben, wie viel ihnen der Text in schwierigen Zeiten bedeutet habe. Und nach Aua! bekomme ich eine Menge Mails, in denen oft mit viel Witz über die eigenen physischen Kalamitäten berichtet wird. Weil das so ist, versuche ich jede Post, die ich bekomme, persönlich zu beantworten. Ich fände es respektlos, das nicht zu tun. Nur wenn es gar zu ausführlich wird, muss ich passen, und zu weitergehenden Korrespondenzen bin ich ohnehin nicht mehr in der Lage, es ist zu viel. Aber ich freue mich weiterhin über jede einzelne Mitteilung. Aber im Februar bin ich doch an meine Grenzen gekommen. Als ich im Brief aus dem Büro vom Januar – von Leserin E. angeregt – die Möglichkeit skizzierte, man könne mit Hilfe von Straßen- und Ortsnamen in Deutschland eine Art anatomischen Atlas unseres Landes verfassen, ein Verzeichnis seiner Körperteile sozusagen, bekam ich derart viele Mails, dass ich mich zum ersten Mal nur mit einer Standardantwort bedanken konnte. Ich wäre andernfalls heute noch mit Mail-Verfassen beschäftigt. Also: Ich bitte um Verständnis. Ich danke von Herzen. Und ich lese weiterhin jede Mail selbst. |
DEUTSCHLAND, DEINE KÖRPERTEILE![]() Hier ist es, das Verzeichnis deutscher Körperteile, immer noch ausbaufähig, aber schon auf einem bemerkenswert ausführlichen Stand. Wir beginnen oben und enden unten, und weil es wirklich viel geworden ist, verteile ich es auf mehrere Briefe aus dem Büro. Heute kommt zuerst der Kopf dran, im März geht es dann weiter zum Oberkörper, schließlich zu den unteren Leibesteilen. Gleich zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass mein Buch zwar Aua! heißt, dass aber die älteren Rechte an diesem Wort der Ortsteil Aua in der Gemeinde Neuenstein im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg besitzt, schriftlich erwähnt zum ersten Mal 852, damals allerdings noch unter dem Namen Owe. Aber nun zum Deutschlandkörper, wobei in diesem Gesamtzusammenhang sogleich die Körperstraße in 15370 Petershagen erwähnt werden muss. Der Kopf Hauptstraßen gibt es ja überall. Aber die Frauenkopfstraße nur in Stuttgart. Die Herrenkopfstraße gehört zu Todtmoos. Und die Kopfstraße ganz allgemein zu Essen. Auf dem Rotkopf ist ein kleines Sackgässchen in Bonn. Wussten Sie, dass es südlich von Dortmund einen Höhenzug namens Haar gibt, den man auch Haarstrang nennt? Sehr schön diese Formulierung bei Wikipedia: „Weiter westlich erreicht der KAMM des Höhenzuges meist Höhen um 200 bis 250 m ü. NHN …“ Haarwegegibt es jede Menge, auch in Upschört, südlich von Wittmund, da heißt sogar ein Ortsteil Haare. Hingegen liegt die Glatzensteinstraße bei Schnaittach, ein archäologischer Wanderweg (für melancholische Glatzenträger und Haarsucher). Da gibt es auch einen Berggasthof, sicher ohne Haare in den Suppen. Na ja, und Haar bei München wollen wir nicht vergessen. Der Ohrwaschelweg in Nürnberg scheint mir eine der lustigsten Adressen überhaupt zu sein, anscheinend in einer ruhigen Gegend gelegen, komischerweise am Kothbrunngraben, musste das sein? Ohren hingegen ist ein Ort, keine Straße (Postleitzahl 65597). Er gehört zu Hünfelden (südlich von Limburg). Ohrdruf gibt es auch, das ist in Thüringen und liegt an der Ohra. Warum die so heißt? „Der Flussname könnte mit dem altenglischen Wort ēar ‚Woge, Meer‘ und altnordisch aurr ‚Schlamm, feuchte Erde‘ in Zusammenhang stehen“, lese ich bei Wikipedia. Das -druf kommt dann von -dorf. Übrigens, in Ohrdruf-Wölfis: die Stirnstraße! Auch bei Hameln gibt es einen Flecken namens Ohr, sogar ein ganzes Rittergut dieses Namens, das seit mehr als 700 Jahren der Familie von Hake gehört, deren Vorfahren vielleicht mal Hacke hießen, wie ich lese. Sind wir verwandt? Wissen Sie Näheres? Ich bin ganz Ohr. Am Scharfen Ohr in Kirchhundem ist auch eine schöne Adresse, für den dortigen Schützenverein zum Beispiel, der hat seinen Sitz in Hausnummer 10 und hoffentlich tragen sie dort immer Ohrenschützer, Schießen ist ja laut, und in meinem Buch geht es um ein Knalltrauma in Bundeswehr-Zeiten, ausgelöst durch ein Maschinengewehr. Ohren im Taunus wollen wir nicht vergessen, von dort sind es nur 20 Minuten mit dem Auto nach Wehen, tatsächlich. Was Augen angeht: Da wird weniger geboten, Augsburg vielleicht, tja … Aber hier jetzt: Das Nasengäßchen in Mainz, die Nasengasse in Wiesbaden und Blankeneseist ein Teil von Hamburg. Der Nasenweg ist ein Wanderweg im Wienerwald. Jemand schrieb, in Bonn gebe es auch einen Nasenweg, aber das scheint nicht zu stimmen. Dafür gibt es dort die Hatschiergasse, gleich ums Eck vom Gesundheitsamt. In Basel liegt der Nasenweg nah am Rhein und ist nach einem Fisch gleichen Namens benannt, zur Karpfenfamilie gehörend. Letztes Jahr geschah dort ein Mord, der Täter wurde gleich gefasst, noch am Nasenweg. Was ist mit dem Mund? Aha, Maulbronn, Dortmund, Wittmund, Gmund am Tegernsee. Auch Lippen ist ein Örtchen, zu Lohsa im Landkreis Bautzen gehörend, der Name ist aus dem Sorbischen entstanden, lipina ist das Lindengehölz. Lippstadt oder Lippe (Ostwestfalen) könnte man auch nennen, der Landkreis Lippe in Ostwestfalen-Lippe, der in der Tradition des ehemaligen Landes Lippe steht, ein Zusammenhang, in dem das frühere Fürstentum Lippe nicht unerwähnt bleiben darf. Wangen im Allgäu, wieso ist mir das nicht gleich eingefallen? Auch ein Stuttgarter Stadtteil gleichen Namens existiert. Apropos Wangen: Im Grübchen ist auch eine schöne Adresse, man müsste aber dann nach 35745 Herborn-Merkenbach ziehen. Oder nach 34346 Hannoversch Münden. Jemand schreibt, in Bochum habe es eine Zeche Dicke Backe gegeben, zu schön, um wahr zu sein, sie hieß in Wahrheit Zeche Dickebaeckerbank. Zahnstraßen gibt es allerhand, zum Beispiel in Neustadt am Rübenberge, und Zahna gehört zu Lutherstadt Wittenberg, der Zahnabach fließt dort. Ach, Mensch, und die Faltenstraße in 55270 Schwabenheim an der Selz! Von der biegt eine Straße ab, die den lustigen Namen Ausserhalb trägt, Adresse des Weingutes Schuck. Nein, nicht Weingut Schluck! Schuck. Der Hals ist eine sehr kurze Verbindungsstraße in Münster. Im kommenden Monat bewegen wir uns auf ihr weiter nach unten. ![]() |
DER REISWOLF![]() Leser M., der Konsul Sprachlands in Offenbach, hat den Reiswolf entdeckt, der aus China nach Deutschland migrierte, als die dort dauernd umfallenden Reissäcke ihm zu viel wurden und er reisaus nahm. Ich danke für den Fund und auch das Bild des sich hier in reisendem Tempo vermehrenden Tieres. IN MEMORIAM GÜNTER KNOLL ![]() Am 9. Januar starb Günter Knoll. Genau am 5. Februar, seinem 71. Geburtstag, den er nicht mehr erlebte, versammelte sich in der Kulisse hinter der Gaststätte Fraunhofer in München eine Trauergemeinde, die dieses außergewöhnlichen Mannes gedachte. Harald Schmidt war dabei, Veronika von Quast, Richard Zeltner von der Band Zauberberg (alle auf dem Foto unten), Ottfried Fischer und viele andere, an deren Karriere-Anfang auf der Bühne er stand. Günter hatte 1977 in München das Hinterhoftheater gegründet, dann das Kabarett HAI in der Rosenheimer Straße und später das Theater im Schlachthof. Er war Regisseur, Texter, Wirt und vor allem Entdecker, machte Leuten Mut, holte sie auf die Bühne, seinen Passauer Klassenkameraden Ottfried Fischer zum Beispiel, Bruno Jonas, Harald Schmidt, Josef Hader, Richard Rogler und viele andere. Er bekam den Schwabinger Kunstpreis dafür, wurde zur Rose d’Or in Montreux eingeladen und kämpfte im Dickicht der Münchener Kulturbürokratie für seine Pläne. Ich mochte ihn sehr und verdanke ihm viel. Als ich noch in kleinen Buchhandlungen las, fragte er mich, ob ich nicht mal auf die Bühne wolle, und so trat ich dann in seinen Häusern auf, vor allem im Schlachthof, wo ich wirklich die lustigsten Abende meines Lebens hatte, manchmal konnte ich selbst vor Lachen nicht mehr lesen. Es war herrlich, und alles, was ich heute auf der Bühne tue, gäbe es nicht ohne ihn. Servus, Günter, und danke. ![]() |
DIE LESUNGEN![]() Nun ist die Lese-Saison vorbei, der Wahlkampf ist es auch, und ich hoffe, Sie alle gehen am Tag, an dem dieser Newsletter erscheint, frohgemut und entschlossen zur Wahl. Einfach ist es ja nicht. Irgendwie ist man einfach froh, wenn er vorbei ist, der Wahlkampf. Kurioserweise habe ich meine letzte Veranstaltung an diesem Sonntag abends im Bamberger Theater. Der Bayerische Rundfunk zeichnet ein Gespräch mit Thorsten Otto und mir auf. Um halb acht geht es los, da wissen wir ja schon ein wenig über den Wahlausgang, aber reden werden wir nicht so viel darüber. Die blaue Couch on Tour heißt die Reihe, es wird sicher ein entspannter und heiterer Abend und das ist ja auch schon was wert in diesen Zeiten und an einem solchen Abend. Was die Lesungen angeht, so freue ich mich, dass jetzt erst einmal Pause ist. Ich war viel unterwegs, die Bahn hat es mir nicht immer einfach gemacht. Und weil ich wie immer schon am nächsten Buch arbeite und deshalb, auch wenn es nach einer Lesung spät wurde, früh aufgestanden bin zum Schreiben, war ich gelegentlich müde und bin nun froh, wenn ich mich auf das neue Buch konzentrieren kann. ![]() Im Herbst geht es weiter, und da in diesem Winter alle Vorstellungen ausverkauft waren, empfehle ich, sich frühzeitig um Tickets zu kümmern. Übrigens ist die Liste nicht vollständig, es sind immer nur die Termine verzeichnet, für die der Vorverkauf schon begonnen hat. 2025 02.11. Stuttgart, Theaterhaus 03.11. Bochum, Kammerspiele 04.11. Oldenburg, Kulturetage 15.11. Gröbenzell, Stockwerk 16.11. Bielefeld, Stadttheater 21.11. Halle, Franckesche Stiftungen (in der Reihe Persönlichkeiten im Gespräch) 22.11. Leipzig, Kupfersaal 23.11. Dresden, Schauspielhaus 07.12. Berlin, Schlosspark Theater 08.12. Berlin, Schlosspark Theater 28.12. München, Volkstheater 2026 03.01. München, Leo17 26.02. Bayreuth, Zentrum Noch mehr und detaillierte Informationen auf meiner Internetseite. |
MEIN BUCH DES MONATS FEBRUAR![]() So langsam wird klar, wie sehr die hinter uns liegenden Jahrzehnte auch eine Zeit der Versäumnisse und Illusionen gewesen sind. Deutschland und Europa haben wenig getan, um sich auf die absehbare zweite Amtszeit von Trump und damit Amerikas Abwendung von unserem Kontinent einzustellen, wir sind fast wehrlos gegen die Aggressivität des Putin-Regimes. Die Infrastruktur unseres Landes bröckelt, die bekannten Probleme der Bahn sind in den Amtszeiten von insgesamt vier CSU-Verkehrsministern (Ramsauer, Dobrindt, Schmidt und der unsägliche Scheuer) ignoriert worden. Und so weiter und so weiter. Fast noch mehr als das beschäftigt mich, dass wir eine Gesellschaft alternder Menschen geworden sind. Im Jahr 2024 feierten mehr als doppelt so viele Menschen ihren 60. Geburtstag als Kinder geboren wurden. Aber niemand hat sich politisch auch nur im Ansatz den daraus folgenden Problemen gewidmet. Warum? Politik wird für Wähler gemacht, und deren Mehrheit sind Rentner und solche, die es bald werden. Von deren Problemen wird endlos geredet. Kinder aber können nicht wählen und ihre Eltern sind eine Minderheit. Die Folge: Unser Schulsystem verkommt, von Chancengleichheit ist schon lange keine Rede mehr, für die Probleme eines Bildungswesens in einem Land, das von Migration geprägt ist und angesichts ausbleibender junger Generationen auch sein muss, interessiert sich kaum einer, und dass junge Leute in einem Land groß werden, das sehr pessimistisch ist – wer will das wissen? Kinder sind Außenseiter der modernen Gesellschaft lautet der Titel eines Kapitels dieses Buches, in dem drei Bildungsforscher die Konsequenzen dieser Haltung schildern. Die werden dramatisch sein, denn wenn es keinen Nachwuchs gibt und noch dazu migrationsfeindliche Politiker die Themen der Politik bestimmen, dann werden die Menschen, die da sind, mehr arbeiten müssen, Frauen und Männer, mit der Konsequenz, dass Kinder endgültig nicht nur bis zum frühen Nachmittag, sondern bis zum Abend in Schulen und Horten bleiben müssen, die darauf nicht im Ansatz vorbereitet sind. Es ist nicht so, dass es dafür gar keine Lösungen gäbe. Aber man muss sie anstreben, darüber reden und entsprechende Politik machen. Vorher wäre es nützlich, dieses Buch zu lesen, das alarmierend ist, aber nicht pessimistisch, eingängig geschrieben und voller guter Ideen. Aladin El-Mafaalani, Sebastian Kurtenbach, Klaus Peter Strohmeier, Kinder. Minderheit ohne Schutz. Aufwachsen in der alternden Gesellschaft. Kiepenheuer & Witsch, 24 Euro. |
| WAS SONST NOCH ZU SAGEN WÄRE Für die Korrektur des Textes danke ich herzlich Ruth Keen. Und großen Dank, wie immer, an Michael Ruhe für das Aufsetzen und Vorbereiten aller für den Versand des Briefs aus dem Büro notwendigen Dinge. Ihn findet man unter www.ruhe-bitte.com |










